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Losar 2010
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Losar 2009 - Tibetisches Neues Jahr

Die Feiertage fallen heuer auf Mittwoch 25. 2. 2009 - Freitag 27. 2. 2009

Beginn des königlich-tibetisches Jahres 2136 - Jahr des weiblichen Erd-Ochsen

 

TIBETAN LOSAR 2009

 

 

Liebe Freunde und Gäste!

Das vergangene Jahr hat uns Tibeter viel Trauriges, Enttäuschendes und Beängstigendes erfahren lassen. Noch tief geschockt über den Tod vieler unserer jungen Leute, die den Mut hatten sich zu erheben, werden meine Landsleute nun gezwungen den Unterdrückern zu huldigen. Rücksichtslos besteht die chinesische Regierung darauf, dass die Tibeter in Tibet, Losar und andere religiöse Feste pompös feiern... Die Welt soll sehen, dass alles in Ordnung ist und die Tibeter in freudevoller Einigkeit unter dem roten Banner tanzen.

Losar wird dieses Jahr in unserem Breitengrad wo dieser Zwang nicht herrscht, kein Fest- sondern ein Solidaritätstag sein. Bitte halten Sie sich auf dem Laufenden, in dem Sie die unten gelisteten Websites besuchen. Vor allem aber schalten Sie bitte um oder ab, wenn Chinas Feste in Lhasa im Fernseher bei uns Thema sein sollten - was übrigens auch Chinas Regierung verordnete und was im ganzen Land geschah, als der US Präsident Obama in seiner Rede den Kommunismus ansprach.

Danke für Euer Verständnis und Eure Freundschaft!

Tseten Zöchbauer und Familie
Tashi Tsering und Familie





China will Tibets "Befreiung" feiern - für Tibeter reine Propaganda!

Dharamsala, 11. Januar. China wird "in Erinnerung an die Niederlage des tibetischen Nationalaufstandes 1959 den Tag der Sklavenbefreiung" feiern, berichtet die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Exiltibeter sehen in diesem Vorhaben eher eine Propagandaübung: die Regierung streut Salz in die Wunden des tibetischen Volkes, wenn sie dessen Leid feiert, vor allem jetzt, wo die Unruhen vom März und die Tötung vieler Tibetern noch ganz frisch im Gedächtnis sind. China behauptet, es habe die tibetischen Leibeigenen aus den Klauen der Landbesitzer befreit, und bezeichnet seine Invasion als eine "Befreiung" Tibets.

Xinhua zufolge soll bei der Sitzung des regionalen Volkskongresses am kommenden Mittwoch der Beschluss über den Gedenktag zur "Emanzipation von Millionen von Leibeigenen und Sklaven" in Tibet gefasst werden.

Eine Gesetzesvorlage zur Einführung eines Feiertags zum Gedenken an diese Ereignisse wird während der zweiten jährlichen Sitzung des 9. Tibetischen Regionalen Volkskongresses vorgelegt werden, teilte Xinhua ferner mit.

Laut Xinhua sagte Pang Boyong, der stellv. Generalsekretär des Ständigen Ausschusses des Tibetischen Regionalen Volkskongresses, das zu verabschiedende Gesetz habe den Zweck, "alle chinesischen Bürger, darunter auch die Tibeter, an die bahnbrechenden demokratischen Reformen zu erinnern, die vor 50 Jahren eingeleitet wurden."

Associated Press berichtete, Anrufe beim Tibetischen Regionalen Volkskongress seien unbeantwortet geblieben, während zwei tibetische Regierungsbeamte in Lhasa geantwortet hätten, nichts von der Sache gehört zu haben.

Tibeter und Unterstützer sagen, dass abgesehen von ein paar urbanen Entwicklungsprojekten der Großteil des tibetischen Hinderlandes immer noch sehr arm und rückständig sei.

Peking dämonisiert den Friedensnobelpreisträger von 1989, es schimpft ihn einen "Wolf in Mönchsrobe" und behauptet, der Dalai Lama habe es darauf abgesehen, durch sein Streben nach Unabhängigkeit für Tibet die Souveränität Chinas zu zerstören. Der Dalai Lama betont indessen kontinuierlich, dass er keine Unabhängigkeit, sondern nur "echte Autonomie" für Tibet anstrebe, so wie sie nach der chinesischen Verfassung möglich ist.

Über 200 Tibeter kamen bei den weit verbreiteten Protesten in Tibet im vergangenen Jahr ums Leben. Exiltibetern zufolge wurden Tausende aufgrund willkürlicher Anklagen inhaftiert, und viele von ihnen werden in der Haft gefoltert.

Nachdem die Tibeter gelobten, dieses Jahr zu Losar [Tibetisches Neujahr, 25.- 27. Februar 2009] die traditionellen Feierlichkeiten zu unterlassen, fordern die Behörden in China sie nun zu Propagandazwecken ganz bewusst dazu auf, Losar zu begehen.


Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Schabka
Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)