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Das
Losar Fest lässt sich bis in die vorbuddhistische
Periode Tibets zurück verfolgen. In
den Zeiten, als die Tibeter die Naturreligion
Bön praktizierten, hielt man jeden
Winter spirituelle Zeremonien mit zahlreiche
Rauchopfern ab, um die lokalen Beschützer,
Geistern und Gottheiten zu besänftigen.
Später, als die buddhistische Astrologie
entstand – diese basiert auf den fünf
Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und
Metall, entwickelte sich aus diesem Brauchtum
das Tibetische Neujahrsfest. Man nimmt an,
dass es unter Pude Gungyal, dem 9. König
Tibets, schließlich zu einer offiziellen
nationalen Feier wurde.
„Losar ist
Lesar!“, sagen die Tibeter. Das heißt
soviel wie „Neujahr bedeutet neue
Arbeit!“ Das Fest dauert über
eine Woche und ist mit viel Arbeit verbunden:
neue Gebetsfahnen fertigen, die Häuser
frisch streichen, viele Kekse backen, unzählige
Gebete verrichten, neue Kleider nähen,
usw., ... Auch der Altar wird jetzt nach
alter traditioneller Überlieferung
üppig geschmückt. |